Sommer 2017 – Teil 3 – Morgenstimmung-

Wer Ruhe genießen und die Aura des Kurortes Yalta (Jalta) spüren möchte, sollte früh aufstehen!

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Während der russischen Ferien, welche sich im Sommer über drei Monate, vom Juni bis Ende August, erstrecken , sind in Yalta (Jalta) fast alle Hotels und Pensionen restlos ausgebucht. Der Tourismus boomt seit den letzten drei Jahren. Anfangs, 2014, kurz nach der Wiedervereinigung mit Russland, und der darauf folgenden, aus meiner Sicht,  nach meinem Wissen über die Region, die Menschen und politischen Schwierigkeiten mit der Ukraine, nicht nachvollziehbaren Sanktionen, sank die Anzahl ukrainischer Touristen spürbar. Gleichzeitig entdeckten die Russen aus einer Mischung von Patriotismus und dem Wegfall von Alternativen, Terrorismus in Türkei und Ägypten, ihre Halbinsel neu.
Auffällig sind auch die vielen Weißrussen. Nachdem sich gezeigt hat, das die Krim unter russischer Flagge, offen für alle ist und bleibt und das auch für Ukrainer gilt, nimmt ebenfalls die Zahl ukrainischer Besucher wieder zu.

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Vormittags, gegen 10 Uhr am Massandra Beach

Entsprechend voll sind nun die Promenade, die Strände und Restaurants tagsüber und Abends.

Aber nicht nur Russen, auch die Deutschen reisen wieder auf die Krim. So erfreuten wir uns dieses Jahr der Bekanntschaft eines deutschen Paares, welches im selben Hotel den Urlaub verbrachte, wie wir!
Auch bei den Flügen von Moskau nach Simferopol und zurück hörte man erfreulicherweise Deutsch!

Wenn tagsüber Promenade und Strand voll sind, kommt zwar Urlaubsgefühl auf, aber Entspannung nicht so recht. Daher kann ich jedem, der zu dieser Zeit dorthin reist, nur empfehlen, wenigstens ein oder zwei Tage früh aufzustehen und zu flanieren. Es offenbart sich ein Gefühl, die ganze, wunderbare Stadt, für sich selbst zu besitzen und man bekommt ein Gespür dafür, warum Yalta (Jalta) als Kurort gepriesen wird.

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Die Promenade ist fast Menschenleer. Die Sonne steht tief und es riecht nach Meer.

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Frühaufsteher genießen die Ruhe, das Grün und die Luft.

P1030057Andere holen den fehlenden Schlaf der Nacht nach und schlafen in den besten Betten der Welt 🙂

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Zur selben Zeit gehen die ersten Touristen und Einwohner vor dem Frühstück schwimmen oder sichern sich schon gute Plätze.

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Allmorgendlich trainierte eine Karateschule in aller Öffentlichkeit.

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Derweil werden Brunnen und Pflaster gereinigt.

Anreise II

Blick aus dem Flugzeug! Die Konstellation war einzigartig. Die Sonne warf einen Schatten des A320 auf die Wolken. Rundherum ein Regenbogen)))

Blick aus dem Flugzeug!
Die Konstellation war einzigartig. Die Sonne warf einen Schatten des A320 auf die Wolken. Rundherum ein Regenbogen)))

Für die Reise auf die Krim empfiehlt es sich nach Simferopol zu fliegen.
Der Landweg führt durch die Ukraine oder über Kertsch. Von Kertsch aus kann man mit der Fähre die Krim erreichen ohne durch die Ukraine zu müssen.

Beides, sowohl der Landweg durch die Ukraine, als auch die Nutzung der Fähre kann ich nicht empfehlen.

Der Weg durch die Ukraine zur Krim ist gefährlich, weil aufgrund der politischen Verstimmung der Grenzübergang zur Tortur werden kann. In verschieden Foren las ich, dass es Leute gab, die zwar die Grenze passieren konnten, allerdings ohne das eigene PKW weiter zu besitzen. Ich wollte den Wahrheitsgehalt dieser „Erlebnisse“ nicht überprüfen.

Der Weg mit der Fähre über Kertsch ist weniger riskant, allerdings unberechenbar. Es ist die einzige Verbindung von Russland zur Krim. Somit sind tagelange Wartezeiten im Sommer nicht selten. Ausserdem kann es, wenn der Wind zu stark ist, tagelang zum Ausfall der Fähren kommen, .

Blieb also der Flieger!!

Leider gibt es keine Direktverbindung von Deutschland nach Simferopol. Das wäre auch politisch nicht möglich, denn für die EU liegt der Flughafen offiziell in der Ukraine!
So gibt es zwei Möglichkeiten.
Möglichkeit eins: Über Moskau.
Möglichkeit zwei: Über Sankt Petersburg.
Ich habe mich für Möglichkeit eins entschieden. Also knapp 2 Stunden und 20 Minuten von Berlin nach Moskau und dann knapp zwei Stunden später von Moskau nach Simferopol. Ebenfalls knapp 2 1/2h.

Bei der Landung gab es die erste Ernüchterung. Der Flughafen ähnelt einem großen Militärgelände. Nicht gerade einladend.
Dann die zweite Ernüchterung. Mein Gepäck kam nicht an. Es blieb beim Transfer in Moskau liegen.

Doch alles sollte sich zum Guten wenden…..