Yaltas zweites Gesicht

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Yaltas Vorstadt

Bisher habe ich fast ausschließlich die schönen Seiten der Region Großyalta beschrieben. Tatsächlich ist das leider nur die halbe Wahrheit.
Während auf den Wegen und in den Lagen, wo sich mehrheitlich Touristen bewegen und aufhalten, kräftig investiert wird und am Antlitz der Stadt gearbeitet wird, wird die zweite Reihe sträflich vernachlässigt.

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Hausflur eines Wohnhauses

So fühlt man sich in den Randbezirken Yaltas in ein rückständiges Land versetzt. Die Bausubstanz, aber auch die Ordnung und Infrastruktur erzeugen in mir ein unwohles Gefühl. Man könnte glauben, dass sich hier die letzten 50 Jahre nichts getan hat. Niemand schein sich hier für das Allgemeine zu interessieren. Hausflure in Mehrfamilienhäusern sind ungeputzt und voller Müll. Jeder interessiert sich nur für das, was in den eigenen vier Wänden passiert. Trittschallschutz in den Wohnungen existiert praktisch nicht.

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Geht man nachts den Weg in die Innenstadt, dann muss man sehr Vorsichtig sein. Die Fusswege sind voller Schlaglöcher, vom Regen ausgespült, vom Winter aufgebrochen.

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Die zweite Reihe der Strandpromenade

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Was für ein Kontrast zur ersten Reihe der Promenade. (200m Luftline entfernt)

In der Innenstadt, direkt in Zweiter Reihe sieht es aus, als befände man sich in einer anderen Zivilisation. So ein Kontrast und Niveaugefälle habe ich in Deutschland noch nie gesehen.

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In den Gassen riecht es nach Urin, Müll ist keine Seltenheit.
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Die Wege sind oft nicht durchgehend asphaltiert. Es gibt viele angefangene Bauten, die nicht fertiggestellt wurden. Oft sieht man eingefallene Bauten um die sich niemand kümmert. Kurz, diese Ecken sind sehjr unattraktiv. Dennoch werden hier für Übernachtungen Preise von bis zu 60€ pro Nacht für ein kleines Appartment aufgerufen.

Diese Zustände ärgern mich sehr, den sie trüben die sonst positiven Eindrücke gewaltig.
Die Menschen in Yalta scheint das aber gar nicht so sehr zu stören. Sie kennen es nicht anders und glauben nicht daran, dass der Staat und die Gemeinschaft hier etwas ändern können/wollen. Das schnelle Geld hat offensichtlich Vorrang.

Aus Eigenantrieb wird sich hier nichts bessern. Dem Problem ist meiner Meinung nach nur politisch zu entgegnen. Der politische Wille hierfür muss jedoch erst noch erzeugt werden.

Yalta, auch im Winter wunderschön!

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Eines vorweg, die Faszination der Stadt lässt sich nicht in Worte fassen. Daher werde ich in diesem Beitrag hauptsächlich Bilder sprechen lassen, die die schöne Seite dieser Stadt hoffentlich überzeugend illustrieren.

Beginnen möchte ich mit Impressionen vom Boulerard (Uferterasse).
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Das Wasser schimmert in traumhaften Blautönen, die Sonne, so sie herauskommt, hat eine Kraft, wie bei uns im Frühling. Im Hintergrund die schneebedeckten Berge.

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29-dezember-2016-1Die See, im Winter wesentlich launischer als im Sommer peitscht gegen den Wall.

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Eduards Lebensgeschichte -aus der Ukraine vertrieben-

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Auf der Fahrt von Simferopol nach Yalta gab es viel Zeit für ein ausführliches Gespräch mit dem sehr interessierten und gut informierten Taxifahrer. Es hatte geschneit und auf den Straßen ging es nur langsam voran.

Eduard erzählte, dass er sehr stolz und glücklich ist, in Simferopol zu leben und sich sehr darüber freut, einen Deutschen fahren zu dürfen. Sein Lebenslauf erklärt das sehr gut.

Geboren in der UdSSR am Amur, nahe der chinesischen Grenze. Als Soldat war er zu DDR- Zeiten 5 Jahre in Potsdam stationiert. Danach verschlug es ihn mit seiner Familie nach Lwiw in der heutigen Ukraine. Dort baute er sich eine Baufirma auf, die bis zu 90 Mitarbeiter beschäftigte. Er berichtete, dass es sich dort bis zum Maidan 2014 einigermaßen gut Leben lies.

Nach dem Maidan änderte sich das politische Klima schlagartig. Antirussischer Nationalismus wurde salonfähig und Nationalisten wurden an der Macht beteiligt.
So wurde ihm unmissverständlich klar gemacht, dass „Russenschweine“ unerwünscht sind. (Entschuldigen Sie bitte die harte Wortwahl, aber ich gebe exakt wieder, wie es mir berichtet wurde)
Um sich und seine Familie zu schützen musste seine Firma aufgeben und ist mit seiner Familie nach Simferopol gezogen.
Heute ist er wieder glücklich und freut sich sehr über die großen Fortschritte in seiner neuen Heimat.
Von der politischen Einstellung der deutschen Regierung ist er zutiefst enttäuscht.

Neujahr 2017 auf Krim – Part 1 -Eindrücke zur politischen Situation-

Endlich hatte ich wieder Gelegenheit die Halbinsel Krim zu besuchen. Der Anlass war eine Einladung zu den russischen Weihnachtsfestlichkeiten. Anders als bei uns beginnen diese  mit dem Jahreswechsel, also mit Silvester und zogen sich dieses Jahr bis zum 10. Januar hin.

Bevor ich jedoch näher darauf und auf weitere Eindrücke aus Yalta eingehe, hier Neuigkeiten und Eindrücke aus politischer Sicht.

Zuerst zum Flughafen in Simferopol.

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Terminal A -Die Abflughalle

Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten am alten Airport sind weitestgehend abgeschlossen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

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Der Airport ist immer noch ausschließlich national. Laut meinen Informationen wird sich das jedoch in Kürze ändern. Zum Beispiel sind die Türkei, Griechenland aber auch China  als mögliche  Anflugziele im Gespräch. Für diese Gäste wurde schon vorgesorgt, so gibt es jetzt z.B. auch Duty-Free Shops und eine Ausstattung auf dem Niveau des Dresdner Flughafens.

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Lediglich die Empfangshalle hat noch den Charme alter Zeiten.

Viel größer jedoch sind die Pläne, die mit einem neuen Airport in Simferopol einhergehen.
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Es wird ein internationaler Airport, ausgelegt für 8 Millionen Fluggäste pro Jahr.
Ein gigantischer Plan, wenn man bedenkt, dass bis vor drei Jahren „nur“ ungefähr drei Millionen Touristen  pro Jahr die Krim besuchten und zusätzlich bald die Brücke von Kertsch fertiggestellt wird.
Es gibt Szenarien, so unser Taxifahrer aus Simferopol, in denen von jährlich 30. Mio Touristen ausgegangen wird
Offensichtlich geht man in Russland fest davon aus, dass die Krim relativ bald international anerkannter Teil Russlands sein wird.

Das diese Pläne keine Luftnummer sind, zeigt die Baustelle rechts hinten in diesem Foto:
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Hier ist klar zu erkennen, dass am neuen Airport bereits gebaut wird!

Gleichzeitig steht es um die Meinungsfreiheit bei Weitem nicht so schlecht, wie uns hier in den deutschen Medien suggeriert wird.
So vielen mir zum Beispiel Fahrzeuge auf, in denen Ukrainer offen und ungestört den Stolz auf ihre ukrainische Herkunft und Zugehörigkeit zur Schau gestellt haben. Ein Szenario, welches sich ein Russe in der Ukraine nur schwer vorstellen kann.
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Übrigens: Freunde russlandfeindlicher Berichterstattung können diese auch in russischer Sprache erwerben:
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Das es dem Springerverlag erlaubt ist, ihre heuchlerische und kriegstreibende Meinungsbeeinflussung auch in Russland auszuüben zeigt, das in Russland Pressefreiheit existiert. Zumindest auf dem Niveau, wie hier in Deutschland, wo pro- russische Nachrichtenportale von höchster Ebene verunglimpft und in Ihrer Arbeit behindert werden dürfen!

Das Leben ab 2014 nach der Wiedervereinigung

Vieles habe ich bisher zum Leben auf Krim, nach dem Maidan in Kiew, geschrieben. Hier möchte ich mal kurz zusammenfassen wie sich das Leben, Stand September 2015, darstellt und was mir vor Ort aufgefallen ist.

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Die Krim gehört wieder zu Russland. Wer davor nicht dort gewesen ist, wird nicht glauben, dass es einmal anders war!

Nach meinen Eindrücken ist die Wiedervereinigung mit Russland ein direktes Ergebnis des Maidans. Nicht weil in der Ukraine ein Regierungswechsel stattgefunden hatte, dass war auch bei der orangenen Revolution mit Timoschenko als Präsidentin der Fall.
Es kam so, weil erkennbar antirussische Kräfte mit Hilfe der USA und der EU an der Macht beteiligt wurden. Es kam so, weil die Menschen, die zuvor in der „Automen Republik Krim“ gelebt haben, Angst vor Repressionen und vor allem vor kriegerischen Auseinandersetzungen, ähnlich im Donbass, hatten. Es kam so, weil die Menschen in der „Autonomen Republik Krim“ weiterhin russisch als Amtssprache behalten wollten und weil die Menschen die dort lebten, in überwältigender Mehrheit den Anschluss an Russland wollten.

Es wird viel gebaut.

Sowohl in Simferopol als auch im Großraum Yalta fällt auf, dass sehr viel gebaut wird.
So wurde in nahezu einem Jahr der Flughafen in Simferopol wesentlich vergrößert. Eine bauliche als auch logistische Meisterleistung, denn entgegen meiner Erwartungen ist nicht nur zweckmäßig, sondern auch ansehnlich gebaut worden.

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Terminal A, nachts um halb eins

Ebenfalls wurden die Schulen saniert und auf modernen Stand gebracht. So manche Schule in Deutschland hätte gern solche Ausstattung:

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Beamer, Interaktives Whiteboard, PC, TV

Erstaunlicher Weise waren in dieser Schule am Rande von Yalta fast alle Räume technisch auf neuestem Stand. Auch die Wege von den Bushaltestellen zu den Schulen wurden saniert.

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Mein erster Eindruck: Nicht nur am Hafen, überall in Yalta (Jalta) wird gebaut. Die Region putzt sich für die Saison heraus))

Erneuert wurden in Yalta Passagen der Promenade. Parallel wird massiv in neue Appartements investiert.

Das Leben ist teurer aber besser geworden.

Es klingt zuerst widersprüchlich. Die Preise für Lebensmittel sind innerhalb eines Jahres spürbar gestiegen. Allein in der Zeit vom Oktober 2014 bis Frühling 2015 um ca. 20%.
Ursachen dafür gibt es viele. Nennenswert sind der Rubelverfall, die Handelsverhinderungen seitens der Ukraine, die Sanktionen Russlands gegenüber der EU und der erhebliche Einkommenszuwachs.

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wer gut und frisch kaufen möchte, geht auf den Markt

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Auf dem Markt in Yalta gibt es alles, was den Gaumen kitzelt….

Den Preissteigerungen entgegen wirkt der, gegenüber der Ukraine wesentlich höhere, Lebensstandard in Russland. So bekommen Rentner mindestens die doppelte Rente und z.B. Lehrer mehr als das doppelte Gehalt. Dies gilt für jeden Bewohner der Krim, unabhängig seiner Wurzeln, also egal ob Russe, Ukrainer oder Tatar. Einzige Bedingung ist die Beantragung des russischen Passes.

Highlight

Für einige ältere Einwohner von Jalta (Yalta) ein Highlight. Der Tanz bis in den Sonnenuntergang.

Ganz ohne Kosten genießen überwiegend ältere Einwohner den Tanz in den Abend. Hierzu werden für zwei oder drei Stunden, ich habe die Zeit nicht gemessen, „sowjetische“ Schlager und Folklore gespielt. Das Bild hier zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der temporären Tanzfläche.
Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass die Menschen sich etwas vormachen. Das Leben in den Städten und Dörfern ist gelassen. Der Politik und den Medien wird nicht zu sehr getraut.

Es ist sehr voll.

Wer hiesigen Medien glauben schenkt, wird glauben, dass aufgrund der Sanktionen, der Reisewarnungen und des Wegfalles ukrainischer Touristen, die Urlaubsgebiete menschenleer sind.

Die Realität sieht so aus:

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September, also außerhalb der Hauptsaison 2015 am Stadtstrand von Yalta

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Ebenfalls im September 2015 aufgenommen.

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hier eine Aufnahme aus dem Mai aus Gurzuf.

Der Tourismus lebt. Die Menschen kommen hauptsächlich aus Russland, seid 2015 aber auch zunehmend aus China, Georgien und vermehrt wieder aus Deutschland.
Bei meiner letzten Reise nach Simferopol waren aus mir mindestens sechs weitere Deutsche im Flugzeug. Auch auf der Strandpromenade in Yalta ist zunehmend wieder „Deutsch“ zu hören.

Die Hotels sind gut ausgebucht, bei solchen Ansichten:

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oder solchen:

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Gurzuf im März 2015 am späten Nachmittag

ist das auch kein Wunder!

 

 

 

 

Die Ruhe vor dem Ansturm

Ende Mai, Anfang Juni lässt sich die Region Großyalta in Ruhe genießen.
Zwar gibt es genügend Touristen, viele mit schmalem Geldbeutel, aber im Vergleich zum Massenansturm im Sommer kann man fast die Einsamkeit genießen. Die Temperaturen sind mild, das Meer jedoch noch nicht warm genug für ausgiebige Badegänge.
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Das Bild habe ich am Abend am Massandra Strand aufgenommen.
(Mit dem Handy, die Bildqualität hat mich selbst erstaunt).
Blickt man von diesem Ort nach rechts, sieht man:

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Yalta aus Sicht von Massandra

Yalta und das wunderschöne Relief bis hin zum Ai Petri.
An diesem Abend saßen wir fast allein am Wasser. Ich hatte ein leckeres Schiguli Bier dabei und meine Begleitung genoss frische Crevetten.

 

Außer uns waren nur Angler am ruhigen Meer.

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Vormittags, vor dem Frühstück, zog es uns regelmäßig zum Kaffischka, einer Kaffebar, die durchgängig geöffnet hat und sehr guten Kaffee anbietet. Ein zweiter Geheimtipp sind die beiden Julius Meindl Bäckereien, die es in Yalta gibt. Hier gibt es unschlagbare Croissants 😉

Das Kaffischka lag auf unserem weg zum Markt, wo wir gewöhnlich unsere Lebensmittel kauften.

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Die Fleischabteilung des Marktes in Yalta

Mal abgesehen davon, dass ich dort letztes Jahr einmal beim Wurstkauf gehörig über den Tisch gezogen wurde, haben wir hier sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Einkaufen auf dem Markt, wo es auch Gemüse, Obst, Gewürze, Käse, Butter, Säfte, Tee….. gibt ist immer wieder ein besonderes Erlebnis.

Mai/Juni 2015 – Allgemeines zum Leben auf Krim

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9. Mai

Im Jahr 2015 hatte ich noch zweimal das Glück, die Region zu bereisen. Einmal Ende Mai / Anfang Juni und einmal im Spätsommer.

In dieser Zeit gab es noch 24h am Tag Strom, was derzeit nicht der Fall ist, weil sogenannte „Aktivisten“ die Stromzuführung aus der Ukraine sabotiert haben.
Interessant der Sprachgebrauch in unseren Medien:
Hier wird und wurde von „Aktivisten“ gesprochen, tatsächlich war es ein ganz klarer Terrorakt, der den Keil zwischen den Menschen auf Krim und der Ukraine, spürbar, noch tiefer getrieben hat. (Ich schäme mich sehr für die Berichterstattung!)
Zeitweise gab es dadurch für die Menschen nur 2h Strom am Tag, eine Vormittag und eine am Nachmittag. Kaum vorstellbar, es würde uns in Deutschland passieren.

Sehr Auffällig im Mai waren die vielen Plakate, die auf den 9.Mai hinweisen. Der „Siegestag zum zweiten Weltkrieg“, ein Nationalfeiertag, wie kein anderer in Russland.
Das Plakat auf dem Foto hat mir am besten gefallen.

Ebenfalls sehr auffällig:

Polizeipatrolie am Hafen von Yalta

Die Präsenz der Polizei hat zugenommen. Immer öfter sind Patrolien zu sehen, in der Regel drei Polizisten, junge Kerle, die in touristischen Gebieten Präsenz zeigen.
Auch eine Reaktion, so wurde mir berichtet, auf die große Anzahl von Flüchtlingen aus der Ukraine.

Jetzt, knapp einem Jahr nach der Wiedervereinigung, spürt man, dass die Behörden normal arbeiten und durchgreifen.
Dies ist mir mehrfach in Restaurants aufgefallen. Zum Beispiel scheint es klare Regeln zum Alkoholausschank zu geben. So konnten wir nicht, wie früher, überall Bier trinken. Die Besitzer begründeten es mit fehlenden Lizenzen. Teilwiese gab es auch kein Bier, weil die Versorgung aus der Ukraine schwierig und die aus Russland ebenfalls nicht einfach ist.
Das Straßenbild hat sich verändert. Handel gibt es nun nur noch an speziell dafür vorgesehenen Orten. Der wilde Handel wurde offensichtlich gestoppt.

Dankbarkeit

Dankbarkeit

Wie dieses Foto, welches es an vielen Souvenierständen zu kaufen gibt, zeigt, gibt es in der Bevölkerung eine tiefe Dankbarkeit für die Forcierung der Wiedervereinigung mit Russland und der Verhinderung von Krieg mit der Ukraine.

Sushi

Sushi ein Trend in Yalta

Gab es im letzten Jahr Sushi hauptsächlich in speziellen Sushibars, so befindet sich Sushi nun auf der Speisekarte vieler Restaurants. Es sind zudem viele neue Sushibars eröffnet worden. EineEntwicklung die sehr auffällt. Zudem sehr schmackhaft. 😉

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Sehr praktisch, Ampeln mit Zeitanzeige. Diese Ampeln gibt es oft auf der Fernverkehrsstrasse zwischen Yalta und Simferopol sowie Yalta und Sewastopol.

 

 

 

 

 

 

 

Frühlingsanfang im Botanischen Garten von Nikita

Der Eingang zum Botanischen Garten

Der Eingang zum Botanischen Garten

Ca. 7 Km von Yalta entfernt, Richtung Simferopol befindet sich Nikita, ein Dorf, welches zum Großraum Yalta gehört. Touristische Bedeutung hat dieses Dorf vor allem aufgrund des beeindruckenden Botanischen Gartens.
Gegründet wurde er auf Erlass Alexander I. von Christian von Steven. Noch heute dient er der Erforschung der Flora und Fauna des Klimas auf Krim.

Noch nicht in voller Blüte, aber dennoch beeindruckend, der Anfangsbereich des Gartens auf dem Hochplateau.

Noch nicht in voller Blüte, aber dennoch beeindruckend, der Anfangsbereich des Gartens auf dem Hochplateau.

Anders als viele andere Parks auf Krim, wurde dieser Garten auch zu ukrainischen Zeiten liebevoll und sorgfältig gepflegt. Das sieht und spürt man. Auch das Dorf Nikita fällt durch Sauberkeit auf.

Neu: eine Statue der "Flora" schaut von oben auf den Garten.

Neu: eine Statue der „Flora“ schaut von oben auf den Garten.

Im botanischen Garten gibt es eine Vielzahl unterschiedlichster Pflanzen zu sehen. Die Wegführung geht vom Hochplateau serpentinenartig den Hang hinunter über das Mittelplateau zum Tiefplateau.

Im Hochplateau befindet sich eine Art offenes Theater. Möglich auch, dass hier Vorträge gehalten werden und wurden.

Im Hochplateau befindet sich eine Art offenes Theater. Möglich auch, dass hier Vorträge gehalten werden und wurden.

In Mitten der Pflanzungen befinden sich Gebäude mit Instituten, einem Museum, eine Botanischen Bibliothek und ein großes Herbarium (Sammlung getrockneter Pflanzen)

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Die beste Besuchszeit soll Mitte Mai sein.
Ich kann jedoch ganz klar sagen, dass sich auch der März bestens für einen Besuch eignet, auch wenn noch keine Saison ist und die Imbissstände noch geschlossen sind.

Leider noch geschlossen, einer der vielen ansehnlichen Verpflegungsstellen.

Leider noch geschlossen, einer der vielen ansehnlichen Verpflegungsstellen.

Der Garten ist wie eine kleine Welt- und Zeitreise angelegt. Es gibt einen mehr als 1000 jährigen Pistazienbaum, einen Kaktusgarten, Palmen, Wasserpflanzen, viele Rosenarten. Insgesamt sollen bis zu 28.000 unterschiedliche Pflanzenarten zu sehen sein.

Ein Blick auf das Schwarze Meer. Aufgenommen auf dem Weg zum Mittelplateau.

Ein Blick auf das Schwarze Meer. Aufgenommen auf dem Weg zum Mittelplateau.

Impressionen vom Mittelplateau

Impressionen vom Mittelplateau

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAufgrund des Alters des Garten und der Ausgewachsenheit empfindet man das Zusammenspiel der Wege und der verschiedenen Pflanzen wie eine gut komponierte klassische Melodie. Fürst Pückler hätte seine große Freude gehabt))

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An den Einzelheiten, an Details kann man sich überall erfreuen. Es gibt wohl keinen anderen, vergleichbaren Ort auf der Welt, an dem so eine Artenvielfalt miteinander und gemeinsam existiert.

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Auf dem Weg zum Tiefplateau wird man in eine tropisch/subtropische Welt entführt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADreht man sich an der selben Stelle um, sieht man eine Wassertreppe mit Pflanzen und Fischen.

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Große Bambuspflanzen, ein Teich, der sich auf die Blüte im Frühsommer einstimmt und überall Bänke zum verweilen.

Das Pavillion versprüht asiatischen Charme.

Das Pavillion versprüht asiatischen Charme.

Ein Korkbaum. Ich habe so etwas zum ersten mal in meinem Leben gesehen.

Ein Korkbaum.
Ich habe so etwas zum ersten mal in meinem Leben gesehen.

Viele Pflanzen dort sind beeindruckend. So auch der Korkbaum. Im Hintergrund ein Bambuswald.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWie man sieht, fühlen sich hier nicht nur Mensch und Pflanzen wohl 😉

Alles in allem war dieser Ausflug einer meiner schönsten, die ich bisher auf Yalta unternommen habe. Ich war beeindruckt und, was nicht zu verachten ist, der Botanische Garten hat in mir endgültig den Frühling erweckt.
Ich bin mir sicher, dass die ein oder andere Impression sich auch auf meinen eigenen Garten auswirken wird 😉

März 2015- Frühlingsstart im Livadia-Park

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Der 70. Jahrestag der Befreiung von Nazideutschland steht bevor. Pünktlich zu diesem Ereignis hat Livadia, ein Teil von Yalta, eine neue Bronzestatue erhalten. Nahe des Schlosses in dem die Konferenz von Yalta stattgefunden hat.

Nach meiner letzten Reise im Januar zur Krim hat es mich nun wieder dorthin gezogen.

Besuchte ich im Januar zum Beispiel den Alupka-Park und bekam so das erste mal frühlingshafte Gefühle, so wollte ich mir den richtigen Start in den Frühling nicht entgehen lassen.

Der Frühling hat begonnen. Die Menschen genießen die ersten Blüten im Park von Levadia.

Der Frühling hat begonnen.
Die Menschen genießen die ersten Blüten im Park von Livadia.

Auf meiner diesmaligen Reise besuchte ich neben Yalta City auch Livadia (auch Livadja) und Gurzuf.

Direkt über Yalta sind bis zu ca. 1500m hohe Berge. Hier eine Perspektive aus dem Levadia-Park))

Direkt über Yalta sind bis zu ca. 1500m hohe Berge.
Hier eine Perspektive aus dem Levadia-Park))

Zwei Orte, die jedoch sehr unterschiedlich sind. Livadia, ein Dorf, welches zur Region Groß-Yalta gehört hat einen an sich wunderschönen Park und ebenso ein wunderschönes Schloß (siehe früheren Blogbetrag) zu bieten. Am Hang liegend kann man wandernd vom Schloss über schöne und ursprünglich liebevoll angelegte Wege bis hinunter zum Strand von Livadia spazieren. Ebenso kann man den zum Park gehörenden Pfad nach Koreiz wandern. Der Weg führt von einer schönen Aussicht zur anderen.

Aussichten auf dem Wanderweg von Levdia nach Koreiz. Teil 1

Aussichten auf dem Wanderweg von Livdia nach Koreiz. Teil 1

Aussichten auf das Schwarze Meer, auf Felsen und Berge. Dieser Pfad mutet sich wie eine Gebirgswanderung an. Es geht ständig auf und ab.

Ein Blick auf Yalta (Jalta)  vom Pfad nach Koreiz.

Ein Blick auf Yalta (Jalta) vom Pfad nach Koreiz.

Getrübt wird der Eindruck jedoch traurigerweise durch unverzeihliches menschliches Handeln in der Vergangenheit. Grundstücke entlang des Weges, sozusagen in bester Lage, wurden privatisiert, gerodet und zu Bauland. Die Architektur der Gebäude passt leider überhaupt nicht ins Gesamtbild. Auch haben Baumaßnahmen Erosionen verursacht, die für immer negativ auf die Parkästhetik wirken werden.

Es mag ein Glück, oder ein Zufall der Geschichte sein, dass Russland nach der Wiedervereinigung mit der Krim, diese Region offensichtlich zu einem Vorzeigeobjekt, einem Prestigeobjekt, gemacht hat. Entsprechend wurden neue Rodungen gestoppt, private, noch unbebaute Grundstücke wieder in den Park eingefügt.

Ein, bis vor Kurzem, mit einer Mauer geschütztes Bauland (Privateigentum). Hier sollte ein erheblicher Teil des Waldes gerodet und ein Gebäudekomplex errichtet werden. Zum Glück für den Levadia Park wurde dieses Vorhaben gestoppt und mit dem Rückbau der Mauer begonnen.

Ein, bis vor Kurzem, mit einer Mauer geschütztes Bauland (Privateigentum).
Hier sollte ein erheblicher Teil des Waldes gerodet und ein Gebäudekomplex errichtet werden. Zum Glück für den Levadia Park wurde dieses Vorhaben gestoppt und mit dem Rückbau der Mauer begonnen.

Die Sünden der Vergangenheit können so nicht wettgemacht werden, aber zumindest kann das noch Vorhandene erhalten und wieder zum Glanz früherer Zeiten geführt werden.

Die letzte Teil des Pfades von Levadia nach Koreiz ist gut ausgebaut und dem Park würdig. Wie ebenfalls zu sehen ist  haben wir an einem Tag verschiedene Wetter genießen dürfen))

Die letzte Teil des Pfades von Livadia nach Koreiz ist gut ausgebaut und dem Park würdig.
Wie ebenfalls zu sehen ist haben wir an einem Tag verschiedene Wetter genießen dürfen))

Die letzten zwei sehr gut ausgebauten und gepflegten Kilometer des Weges genießend kommt man in Koreiz an.

Einer von vielen Bäumen mit beachtlicher Form)))

Einer von vielen Bäumen mit beachtlicher Form)))

Ich hatte schon kurz über Koreiz berichtet. Nun aber sehe ich das Örtchen aus einer anderen Perspektive.

Der Ortseingang von Koreiz

Der Ortseingang von Koreiz

Wir sind bis ins Ortssinne gelaufen, weil wir das uns bekannte und bei einheimischen beliebte Restaurant besuchen wollten.

Ein nicht untypisches Haus in Koreiz. Es ist schon erstaunlich, wie facettenreich die Region um Yalta ist.

Ein nicht untypisches Haus in Koreiz. Es ist schon erstaunlich, wie facettenreich die Region um Yalta ist.

Wir kamen an und wurden in ein 40m entferntes Restaurant des selben Besitzers verwiesen. Der Grund: Stromausfall.

Die Umversetzung war keine schlechte Wahl. Meine Begleitung aß besser als im ursprünglichem Restaurant. Ich kann das zwar nicht beurteilen, mein Julia-Kebab war aber sehr lecker)))

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Das Ausweichrestaurant. Typisch tatarisch aber auch etwas gewöhnungsbedürftig. Es hat aber gut geschmeckt und auch die sanitäre Einrichtung war sauber.

Das Restaurant jedenfalls sah typisch tatarisch aus. Das gilt übrigens für das ganze Städtchen. Auf der Straße und auf dem Markt waren überwiegend tatarisch aussehende Menschen zu sehen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass mein Ausflug freitags zur Arbeits- und Schulzeit stattfand.

Der zweite Weg, vom Schloss zum Strand von Livadia, ist wesentlich kürzer und befindet sich teilweise in Überarbeitung. Auch hier wird versucht den alten Charme und die Schönheit des Parkes wieder herzustellen.

Impressionen des Weges vom Schloss zum Starnd von Levadia- Teil 1

Impressionen des Weges vom Schloss zum Starnd von Livadia- Teil 1

Es geht viele Treppen hinunter, vorbei an einem Pavillion, an Markierungen, Bänken, an tollen Aussichten, durch eine wunderschöne Natur, die nur noch etwas mehr Pflege bedarf.

Impressionen Teil 2 Wie zu sehen ist, verschmelzen Artefakte und Natur miteinander))

Impressionen Teil 2
Wie zu sehen ist, verschmelzen Artefakte und Natur miteinander))

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Impressionen Teil 3

Der Frühling hat seine Vorboten gesendet. Eine Vielzahl an Bäumen, Sträuchern und Bodengewächsen erwachen, oder waren den ganzen Winter über Grün.

Angekommen am Strand von Livadia, den ich natürlich schon von meinen Besuchen im Sommer 2014 kenne, holt diesen Fleck Erde die jüngere Geschichte ein.

Offensichtlich hat der Strand keine Besitzer, zumindest jedoch niemanden der sich für die Pflege verantwortlich fühlt.

Hier ein noch sehr mildes Beispiel für die Vernachlässigung des Strandes

Hier ein noch sehr mildes Beispiel für die Vernachlässigung des Strandes

Hier muss dringend etwas getan werden. Ich hoffe sehr dass die neue Verwaltung hierfür ein Auge haben wird.

Genauso wie für den ca. 3km langen Fußweg von Livadia nach Yalta.

Dieser Weg, für Touristen gemacht, und aufgrund mangelnder Verantwortungszuordnung vernachlässigt, ist schlichtweg ein Gesundheitsrisiko.

Es wundert mich, dass er nicht gesperrt wurde.

In Yalta angekommen gibt es wieder Lichtblicke und Hoffnung.

Yalta ist eine riesige Baustelle. Strandabschnitte, Straßen, Wege, Häuser….. Es wird viel gebaut. Yalta putzt sich für den Sommer heraus.

Mein erster Eindruck: Nicht nur am Hafen, überall in Yalta (Jalta) wird gebaut. Die Region putzt sich für die Saison heraus))

Mein erster Eindruck:
Nicht nur am Hafen, überall in Yalta (Jalta) wird gebaut. Die Region putzt sich für die Saison heraus))

Verglichen mit meinem letzten Besuch im Januar geht es sehr spürbar voran.

Schwere Explosion im Schwarzen Meer….. Ich suche nach Aufklärung!

Schwarzes Meer August 2014

Schwarzes Meer August 2014

Wie ich erfahren habe gab es um den 12. Februar 2015 eine sehr schwere Detonation oder Erschütterung im Schwarzen Meer. Ich konnte bisher leider keine näheren Informationen dazu finden. Was ich weiß ist folgendes:

Die Erschütterung fand um den 12. Februar statt ( Ich war nicht vor Ort und habe erst später davon erfahren, daher kann ich den Zeitpunkt nicht besser eingrenzen). Sie war in ganz Yalta zu spüren und hat die Menschen dort sehr beunruhigt.
Die Interpretationen reichen von einer Ankündigung eines Erdbebens bis hin zu einer militärischen Ursache.

Gibt es Leser dieses Blogs, die hierzu Informationen haben, die mir weiterhelfen?

I heard, that around the 12. February 2015 in Black Sea was a big explosion. I can`t find more informations about it.
Is here any body who have more informations about it? I am looking for the reason of this explosion. I want to know what`s happened!