Sommer 2017 Teil 2 -Gastfreundschaft-

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Bevor ich meine Schilderungen fortsetze, eine wichtige Information und ein Dank an die nun mehr als 10.000 Besucher meines Blogs :).
Auf ganz Krim gibt es, für Besucher aus westlichen Ländern, keine Möglichkeit an Bankautomaten Geld abzuheben. Das ist eine Folge, der von den USA verhängten Sanktionen gegenüber der Krim. Obwohl Master Card und Visa offiziell als Zahlungsmittel genutzt werden können, gilt dies jedoch nur für Kunden russischer Geldinstitute. Master Card und Visa haben sich somit dem Druck der US-Regierung gebeugt. Es soll westlichen Bürgern verhindert, zumindest erschwert werden, sich vor Ort ein Bild über die Situation zu machen.
Also, wer hierhin reisen möchte, sollte genügend Geld mitbringen.
Zu Preisen und notwendigen Budgets könnt ihr mich gern befragen 🙂

Nun zu einem wunderbaren Erlebnis mit Einwohnern der Krim:

 

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Die Crew des weißrussischen Restaurants „Parus“ beim Prost auf das Geburtstagskind (rechts)

Bei dieser Reise hatte ich mir vorgenommen, alle guten Bekannten, die ich nun schon seit 3 Jahren kenne und die mir, zum Einen wichtige Informationen liefern, zum Anderen aber auch viel Gastfreundschaft und schöne Erlebnisse beschert haben, zu einer gemeinsamen Party einzuladen. Als Location habe ich, mein erstes Restaurant, welches ich 2014, beim ersten Besuch Yaltas, besucht habe, auserwählt.
Es war das weißrussische Restaurant „Parus“, nahe dem „Port Yalta“.
Ich hatte den Restaurantbesitzer gleich am ersten Tag über mein Vorhaben informiert und damit eine große Welle ausgelöst.
Der Besitzer und seine Mannschaft waren derart stolz darauf, dass meine Wahl auf dessen Restaurant fiel, dass sie sich vornahmen uns ein unvergleichliches Erlebnis zu organisieren. Mehrfach trafen wir uns zu Absprachen, bei köstlicher Versorgung. Der Restaurantbesitzer hatte gleichzeitig und ab sofort nahezu jedem Gast, voller Stolz, darüber informiert, dass hier zum Termin X eine Feier eines deutschen Touristen stattfindet. Er bereitete mich darauf vor, dass ich unbedingt eine Ansprache halten muss und dass wir alle Gäste des Restaurants an diesem Abend in die Feier einbinden müssen.

Für Ihn war es ein großer Tag :), für mich gleichfalls!

Nun muss man wissen, dass in Russland etwas andere Sitten herrschen als hier. Das Restaurant hatte eine Lizenz für Speisen, Bier und nicht alkoholische Getränke. Wein, Sekt und Wodka mussten wir selbst mitbringen (beistellen). Dennoch wurden diese Getränke professionell ausgeschenkt. Kostenpunkt für diese Getränke für 15 Personen ca. 6000 Rubel.
Das Essen war perfekt, Schaschlik, Salate, Suppen, Fisch, Fleisch……. mehr als genug und natürlich auch Desserts. Kostenpunkt: 12.000 Rubel.
In Summe hat die Party also umgerechnet knapp 260 € gekostet, für 15 Personen!!!!

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Inklusive einer tollen DJane und einer Überraschung des Restaurants für uns. Extra für mich als Deutschen hat das Restaurant eine Folklore-Gesangsgruppe organisiert. Ich war sehr gerührt, denn es hat mir die russische Seele so nah gebracht, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe.

Die Party ging voll ab:

Es wurde viel getanzt, gesungen, gegessen und getrunken.

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Tanzeinlage zu später Stunde

Dann noch die Ansprache, in der ich unsere Gäste und gleichsam alle anderen Restaurantgäste herzlich begrüßte, meine Freude über das Hiersein und über die Zusammenkunft zum Ausdruck brachte und letztendlich alle auf die Zukunft von Yalta (Jalta), dem schönsten Ort auf der Welt, und darauf, dass es eine gute Zukunft für alle Menschen, die hier leben, geben soll, anstoßen lies!
Das Ergebnis dieser Party, ich wurde Teil der Familie und Restaurantcrew, die, wie ich später erfuhr, extra Lautsprecher für die Ansprache außerhalb der Restaurants aufstellen lies.

So wurde ich Teil der Familie und natürlich auch Teil der Geburtstagsfeier, drei Tage später, und ich hatte Mühe, alle davon zu überzeugen, dass ich Mittags lieber ein Bier, als Cognac trinken möchte. 🙂

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Die Menschen hier, deren Art und Offenheit, zugleich deren Toleranz und Pragmatismus im Alltag, beeindrucken mich zutiefst! Ich fühle mich verbunden und freue mich schon riesig auf ein Wiedersehen!
Es beschämt mich zutiefst, dass Einwohner von Krim keine Chance auf ein Visum für Deutschland haben, und ich sie somit nicht nach Deutschland einladen kann, weil unsere Regierung der Meinung ist, die Krim gehört zur Ukraine und die Menschen müssen einen ukrainischen Pass haben. Tatsächlich aber ist die Krim russisch und nahezu jeder hat hier einen russischen Pass um steuerlich, gewerblich oder rententechnisch gemeldet zu sein. Menschen werden von Deutschland für etwas bestraft, was sie nicht verschuldet haben und Menschen werden von unserer Regierung diskriminiert, weil sie hingehören, wo sie hingehören!

 

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