Yalta, auch im Winter wunderschön!

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Eines vorweg, die Faszination der Stadt lässt sich nicht in Worte fassen. Daher werde ich in diesem Beitrag hauptsächlich Bilder sprechen lassen, die die schöne Seite dieser Stadt hoffentlich überzeugend illustrieren.

Beginnen möchte ich mit Impressionen vom Boulerard (Uferterasse).
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Das Wasser schimmert in traumhaften Blautönen, die Sonne, so sie herauskommt, hat eine Kraft, wie bei uns im Frühling. Im Hintergrund die schneebedeckten Berge.

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29-dezember-2016-1Die See, im Winter wesentlich launischer als im Sommer peitscht gegen den Wall.

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Eduards Lebensgeschichte -aus der Ukraine vertrieben-

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Auf der Fahrt von Simferopol nach Yalta gab es viel Zeit für ein ausführliches Gespräch mit dem sehr interessierten und gut informierten Taxifahrer. Es hatte geschneit und auf den Straßen ging es nur langsam voran.

Eduard erzählte, dass er sehr stolz und glücklich ist, in Simferopol zu leben und sich sehr darüber freut, einen Deutschen fahren zu dürfen. Sein Lebenslauf erklärt das sehr gut.

Geboren in der UdSSR am Amur, nahe der chinesischen Grenze. Als Soldat war er zu DDR- Zeiten 5 Jahre in Potsdam stationiert. Danach verschlug es ihn mit seiner Familie nach Lwiw in der heutigen Ukraine. Dort baute er sich eine Baufirma auf, die bis zu 90 Mitarbeiter beschäftigte. Er berichtete, dass es sich dort bis zum Maidan 2014 einigermaßen gut Leben ließ.

Nach dem Maidan änderte sich das politische Klima schlagartig. Antirussischer Nationalismus wurde salonfähig und Nationalisten wurden an der Macht beteiligt.
So wurde ihm unmissverständlich klar gemacht, dass „Russenschweine“ unerwünscht sind. (Entschuldigen Sie bitte die harte Wortwahl, aber ich gebe exakt wieder, wie es mir berichtet wurde)
Um sich und seine Familie zu schützen musste seine Firma aufgeben und ist mit seiner Familie nach Simferopol gezogen.
Heute ist er wieder glücklich und freut sich sehr über die großen Fortschritte in seiner neuen Heimat.
Von der politischen Einstellung der deutschen Regierung ist er zutiefst enttäuscht.

Neujahr 2017 auf Krim – Part 1 -Eindrücke zur politischen Situation-

Endlich hatte ich wieder Gelegenheit die Halbinsel Krim zu besuchen. Der Anlass war eine Einladung zu den russischen Weihnachtsfestlichkeiten. Anders als bei uns beginnen diese  mit dem Jahreswechsel, also mit Silvester und zogen sich dieses Jahr bis zum 10. Januar hin.

Bevor ich jedoch näher darauf und auf weitere Eindrücke aus Yalta eingehe, hier Neuigkeiten und Eindrücke aus politischer Sicht.

Zuerst zum Flughafen in Simferopol.

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Terminal A -Die Abflughalle

Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten am alten Airport sind weitestgehend abgeschlossen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

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Der Airport ist immer noch ausschließlich national. Laut meinen Informationen wird sich das jedoch in Kürze ändern. Zum Beispiel sind die Türkei, Griechenland aber auch China  als mögliche  Anflugziele im Gespräch. Für diese Gäste wurde schon vorgesorgt, so gibt es jetzt z.B. auch Duty-Free Shops und eine Ausstattung auf dem Niveau des Dresdner Flughafens.

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Lediglich die Empfangshalle hat noch den Charme alter Zeiten.

Viel größer jedoch sind die Pläne, die mit einem neuen Airport in Simferopol einhergehen.
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Es wird ein internationaler Airport, ausgelegt für 8 Millionen Fluggäste pro Jahr.
Ein gigantischer Plan, wenn man bedenkt, dass bis vor drei Jahren „nur“ ungefähr drei Millionen Touristen  pro Jahr die Krim besuchten und zusätzlich bald die Brücke von Kertsch fertiggestellt wird.
Es gibt Szenarien, so unser Taxifahrer aus Simferopol, in denen von jährlich 30. Mio Touristen ausgegangen wird
Offensichtlich geht man in Russland fest davon aus, dass die Krim relativ bald international anerkannter Teil Russlands sein wird.

Das diese Pläne keine Luftnummer sind, zeigt die Baustelle rechts hinten in diesem Foto:
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Hier ist klar zu erkennen, dass am neuen Airport bereits gebaut wird!

Gleichzeitig steht es um die Meinungsfreiheit bei Weitem nicht so schlecht, wie uns hier in den deutschen Medien suggeriert wird.
So vielen mir zum Beispiel Fahrzeuge auf, in denen Ukrainer offen und ungestört den Stolz auf ihre ukrainische Herkunft und Zugehörigkeit zur Schau gestellt haben. Ein Szenario, welches sich ein Russe in der Ukraine nur schwer vorstellen kann.
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Übrigens: Freunde russlandfeindlicher Berichterstattung können diese auch in russischer Sprache erwerben:
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Das es dem Springerverlag erlaubt ist, ihre heuchlerische und kriegstreibende Meinungsbeeinflussung auch in Russland auszuüben zeigt, das in Russland Pressefreiheit existiert. Zumindest auf dem Niveau, wie hier in Deutschland, wo pro- russische Nachrichtenportale von höchster Ebene verunglimpft und in Ihrer Arbeit behindert werden dürfen!