Frühlingsanfang im Botanischen Garten von Nikita

Der Eingang zum Botanischen Garten

Der Eingang zum Botanischen Garten

Ca. 7 Km von Yalta entfernt, Richtung Simferopol befindet sich Nikita, ein Dorf, welches zum Großraum Yalta gehört. Touristische Bedeutung hat dieses Dorf vor allem aufgrund des beeindruckenden Botanischen Gartens.
Gegründet wurde er auf Erlass Alexander I. von Christian von Steven. Noch heute dient er der Erforschung der Flora und Fauna des Klimas auf Krim.

Noch nicht in voller Blüte, aber dennoch beeindruckend, der Anfangsbereich des Gartens auf dem Hochplateau.

Noch nicht in voller Blüte, aber dennoch beeindruckend, der Anfangsbereich des Gartens auf dem Hochplateau.

Anders als viele andere Parks auf Krim, wurde dieser Garten auch zu ukrainischen Zeiten liebevoll und sorgfältig gepflegt. Das sieht und spürt man. Auch das Dorf Nikita fällt durch Sauberkeit auf.

Neu: eine Statue der "Flora" schaut von oben auf den Garten.

Neu: eine Statue der „Flora“ schaut von oben auf den Garten.

Im botanischen Garten gibt es eine Vielzahl unterschiedlichster Pflanzen zu sehen. Die Wegführung geht vom Hochplateau serpentinenartig den Hang hinunter über das Mittelplateau zum Tiefplateau.

Im Hochplateau befindet sich eine Art offenes Theater. Möglich auch, dass hier Vorträge gehalten werden und wurden.

Im Hochplateau befindet sich eine Art offenes Theater. Möglich auch, dass hier Vorträge gehalten werden und wurden.

In Mitten der Pflanzungen befinden sich Gebäude mit Instituten, einem Museum, eine Botanischen Bibliothek und ein großes Herbarium (Sammlung getrockneter Pflanzen)

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Die beste Besuchszeit soll Mitte Mai sein.
Ich kann jedoch ganz klar sagen, dass sich auch der März bestens für einen Besuch eignet, auch wenn noch keine Saison ist und die Imbissstände noch geschlossen sind.

Leider noch geschlossen, einer der vielen ansehnlichen Verpflegungsstellen.

Leider noch geschlossen, einer der vielen ansehnlichen Verpflegungsstellen.

Der Garten ist wie eine kleine Welt- und Zeitreise angelegt. Es gibt einen mehr als 1000 jährigen Pistazienbaum, einen Kaktusgarten, Palmen, Wasserpflanzen, viele Rosenarten. Insgesamt sollen bis zu 28.000 unterschiedliche Pflanzenarten zu sehen sein.

Ein Blick auf das Schwarze Meer. Aufgenommen auf dem Weg zum Mittelplateau.

Ein Blick auf das Schwarze Meer. Aufgenommen auf dem Weg zum Mittelplateau.

Impressionen vom Mittelplateau

Impressionen vom Mittelplateau

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAufgrund des Alters des Garten und der Ausgewachsenheit empfindet man das Zusammenspiel der Wege und der verschiedenen Pflanzen wie eine gut komponierte klassische Melodie. Fürst Pückler hätte seine große Freude gehabt))

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An den Einzelheiten, an Details kann man sich überall erfreuen. Es gibt wohl keinen anderen, vergleichbaren Ort auf der Welt, an dem so eine Artenvielfalt miteinander und gemeinsam existiert.

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Auf dem Weg zum Tiefplateau wird man in eine tropisch/subtropische Welt entführt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADreht man sich an der selben Stelle um, sieht man eine Wassertreppe mit Pflanzen und Fischen.

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Große Bambuspflanzen, ein Teich, der sich auf die Blüte im Frühsommer einstimmt und überall Bänke zum verweilen.

Das Pavillion versprüht asiatischen Charme.

Das Pavillion versprüht asiatischen Charme.

Ein Korkbaum. Ich habe so etwas zum ersten mal in meinem Leben gesehen.

Ein Korkbaum.
Ich habe so etwas zum ersten mal in meinem Leben gesehen.

Viele Pflanzen dort sind beeindruckend. So auch der Korkbaum. Im Hintergrund ein Bambuswald.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWie man sieht, fühlen sich hier nicht nur Mensch und Pflanzen wohl 😉

Alles in allem war dieser Ausflug einer meiner schönsten, die ich bisher auf Yalta unternommen habe. Ich war beeindruckt und, was nicht zu verachten ist, der Botanische Garten hat in mir endgültig den Frühling erweckt.
Ich bin mir sicher, dass die ein oder andere Impression sich auch auf meinen eigenen Garten auswirken wird 😉

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März 2015- Frühlingsstart im Livadia-Park

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Der 70. Jahrestag der Befreiung von Nazideutschland steht bevor. Pünktlich zu diesem Ereignis hat Livadia, ein Teil von Yalta, eine neue Bronzestatue erhalten. Nahe des Schlosses in dem die Konferenz von Yalta stattgefunden hat.

Nach meiner letzten Reise im Januar zur Krim hat es mich nun wieder dorthin gezogen.

Besuchte ich im Januar zum Beispiel den Alupka-Park und bekam so das erste mal frühlingshafte Gefühle, so wollte ich mir den richtigen Start in den Frühling nicht entgehen lassen.

Der Frühling hat begonnen. Die Menschen genießen die ersten Blüten im Park von Levadia.

Der Frühling hat begonnen.
Die Menschen genießen die ersten Blüten im Park von Livadia.

Auf meiner diesmaligen Reise besuchte ich neben Yalta City auch Livadia (auch Livadja) und Gurzuf.

Direkt über Yalta sind bis zu ca. 1500m hohe Berge. Hier eine Perspektive aus dem Levadia-Park))

Direkt über Yalta sind bis zu ca. 1500m hohe Berge.
Hier eine Perspektive aus dem Levadia-Park))

Zwei Orte, die jedoch sehr unterschiedlich sind. Livadia, ein Dorf, welches zur Region Groß-Yalta gehört hat einen an sich wunderschönen Park und ebenso ein wunderschönes Schloß (siehe früheren Blogbetrag) zu bieten. Am Hang liegend kann man wandernd vom Schloss über schöne und ursprünglich liebevoll angelegte Wege bis hinunter zum Strand von Livadia spazieren. Ebenso kann man den zum Park gehörenden Pfad nach Koreiz wandern. Der Weg führt von einer schönen Aussicht zur anderen.

Aussichten auf dem Wanderweg von Levdia nach Koreiz. Teil 1

Aussichten auf dem Wanderweg von Livdia nach Koreiz. Teil 1

Aussichten auf das Schwarze Meer, auf Felsen und Berge. Dieser Pfad mutet sich wie eine Gebirgswanderung an. Es geht ständig auf und ab.

Ein Blick auf Yalta (Jalta)  vom Pfad nach Koreiz.

Ein Blick auf Yalta (Jalta) vom Pfad nach Koreiz.

Getrübt wird der Eindruck jedoch traurigerweise durch unverzeihliches menschliches Handeln in der Vergangenheit. Grundstücke entlang des Weges, sozusagen in bester Lage, wurden privatisiert, gerodet und zu Bauland. Die Architektur der Gebäude passt leider überhaupt nicht ins Gesamtbild. Auch haben Baumaßnahmen Erosionen verursacht, die für immer negativ auf die Parkästhetik wirken werden.

Es mag ein Glück, oder ein Zufall der Geschichte sein, dass Russland nach der Wiedervereinigung mit der Krim, diese Region offensichtlich zu einem Vorzeigeobjekt, einem Prestigeobjekt, gemacht hat. Entsprechend wurden neue Rodungen gestoppt, private, noch unbebaute Grundstücke wieder in den Park eingefügt.

Ein, bis vor Kurzem, mit einer Mauer geschütztes Bauland (Privateigentum). Hier sollte ein erheblicher Teil des Waldes gerodet und ein Gebäudekomplex errichtet werden. Zum Glück für den Levadia Park wurde dieses Vorhaben gestoppt und mit dem Rückbau der Mauer begonnen.

Ein, bis vor Kurzem, mit einer Mauer geschütztes Bauland (Privateigentum).
Hier sollte ein erheblicher Teil des Waldes gerodet und ein Gebäudekomplex errichtet werden. Zum Glück für den Levadia Park wurde dieses Vorhaben gestoppt und mit dem Rückbau der Mauer begonnen.

Die Sünden der Vergangenheit können so nicht wettgemacht werden, aber zumindest kann das noch Vorhandene erhalten und wieder zum Glanz früherer Zeiten geführt werden.

Die letzte Teil des Pfades von Levadia nach Koreiz ist gut ausgebaut und dem Park würdig. Wie ebenfalls zu sehen ist  haben wir an einem Tag verschiedene Wetter genießen dürfen))

Die letzte Teil des Pfades von Livadia nach Koreiz ist gut ausgebaut und dem Park würdig.
Wie ebenfalls zu sehen ist haben wir an einem Tag verschiedene Wetter genießen dürfen))

Die letzten zwei sehr gut ausgebauten und gepflegten Kilometer des Weges genießend kommt man in Koreiz an.

Einer von vielen Bäumen mit beachtlicher Form)))

Einer von vielen Bäumen mit beachtlicher Form)))

Ich hatte schon kurz über Koreiz berichtet. Nun aber sehe ich das Örtchen aus einer anderen Perspektive.

Der Ortseingang von Koreiz

Der Ortseingang von Koreiz

Wir sind bis ins Ortssinne gelaufen, weil wir das uns bekannte und bei einheimischen beliebte Restaurant besuchen wollten.

Ein nicht untypisches Haus in Koreiz. Es ist schon erstaunlich, wie facettenreich die Region um Yalta ist.

Ein nicht untypisches Haus in Koreiz. Es ist schon erstaunlich, wie facettenreich die Region um Yalta ist.

Wir kamen an und wurden in ein 40m entferntes Restaurant des selben Besitzers verwiesen. Der Grund: Stromausfall.

Die Umversetzung war keine schlechte Wahl. Meine Begleitung aß besser als im ursprünglichem Restaurant. Ich kann das zwar nicht beurteilen, mein Julia-Kebab war aber sehr lecker)))

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Das Ausweichrestaurant. Typisch tatarisch aber auch etwas gewöhnungsbedürftig. Es hat aber gut geschmeckt und auch die sanitäre Einrichtung war sauber.

Das Restaurant jedenfalls sah typisch tatarisch aus. Das gilt übrigens für das ganze Städtchen. Auf der Straße und auf dem Markt waren überwiegend tatarisch aussehende Menschen zu sehen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass mein Ausflug freitags zur Arbeits- und Schulzeit stattfand.

Der zweite Weg, vom Schloss zum Strand von Livadia, ist wesentlich kürzer und befindet sich teilweise in Überarbeitung. Auch hier wird versucht den alten Charme und die Schönheit des Parkes wieder herzustellen.

Impressionen des Weges vom Schloss zum Starnd von Levadia- Teil 1

Impressionen des Weges vom Schloss zum Starnd von Livadia- Teil 1

Es geht viele Treppen hinunter, vorbei an einem Pavillion, an Markierungen, Bänken, an tollen Aussichten, durch eine wunderschöne Natur, die nur noch etwas mehr Pflege bedarf.

Impressionen Teil 2 Wie zu sehen ist, verschmelzen Artefakte und Natur miteinander))

Impressionen Teil 2
Wie zu sehen ist, verschmelzen Artefakte und Natur miteinander))

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Impressionen Teil 3

Der Frühling hat seine Vorboten gesendet. Eine Vielzahl an Bäumen, Sträuchern und Bodengewächsen erwachen, oder waren den ganzen Winter über Grün.

Angekommen am Strand von Livadia, den ich natürlich schon von meinen Besuchen im Sommer 2014 kenne, holt diesen Fleck Erde die jüngere Geschichte ein.

Offensichtlich hat der Strand keine Besitzer, zumindest jedoch niemanden der sich für die Pflege verantwortlich fühlt.

Hier ein noch sehr mildes Beispiel für die Vernachlässigung des Strandes

Hier ein noch sehr mildes Beispiel für die Vernachlässigung des Strandes

Hier muss dringend etwas getan werden. Ich hoffe sehr dass die neue Verwaltung hierfür ein Auge haben wird.

Genauso wie für den ca. 3km langen Fußweg von Livadia nach Yalta.

Dieser Weg, für Touristen gemacht, und aufgrund mangelnder Verantwortungszuordnung vernachlässigt, ist schlichtweg ein Gesundheitsrisiko.

Es wundert mich, dass er nicht gesperrt wurde.

In Yalta angekommen gibt es wieder Lichtblicke und Hoffnung.

Yalta ist eine riesige Baustelle. Strandabschnitte, Straßen, Wege, Häuser….. Es wird viel gebaut. Yalta putzt sich für den Sommer heraus.

Mein erster Eindruck: Nicht nur am Hafen, überall in Yalta (Jalta) wird gebaut. Die Region putzt sich für die Saison heraus))

Mein erster Eindruck:
Nicht nur am Hafen, überall in Yalta (Jalta) wird gebaut. Die Region putzt sich für die Saison heraus))

Verglichen mit meinem letzten Besuch im Januar geht es sehr spürbar voran.