Das Leben in Jalta (Yalta) Teil 2 – Einblick in eine Schule

Treppenaufgang einer Grundschule (bis 10. Klasse)

Treppenaufgang einer Grundschule (bis 10. Klasse)

Während meines Aufenthalts im August/September bekam ich die Möglichkeit mir eine Schule, nicht weit vom Stadtteil Spartak, anzusehen. Ich nutzte diese Gelegenheit und war zugegebenermaßen ziemlich überrascht von der Ausstattung und dem technischen Standard der Schule.

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Ein Blick in einen Klassenraum. Dieselbe Ausstattung fand ich in fast allen Klassenräumen dieser Schule vor. Die Kinder, die hier zu sehen sind, nutzten einen Ferientag um noch beschreibbare, also leere, Blätter aus Schulheften zu entfernen, damit diese als Übungsblätter weitergenutzt werden können.

In den Unterrichtsräumen befand sich jeweils ein Smartboard (digitales Whiteboard) ein Beamer ein Fernseher und eine vernünftige Raumbeschallung. Eine Grundausstattung, von der die Schule, in welche meine Kinder in Deutschland gehen, nur träumen kann.

Auffällig war auch, dass die „letzte Meile“ zur Schule neu gepflastert und ein Straßenübergang mit Zebrastreifen eingerichtet wurde.
Dies, so wurde mir berichtet, sind Schmankerl, die die Wiedervereinigung mit Russland mit sich gebracht haben. Russland betreibt sozusagen Marketing in eigener Sache und setzt Mittel gezielt dort ein, wo es gesehen wird und Sinn macht. Über ähnliche Beispiele an anderen Orten werde ich noch berichten.

Fahnenträger bein großen Fahnenappell zum Beginn des neuen Schuljahres 2014/2015 am 1. September.

Fahnenträger bein großen Fahnenappell zum Beginn des neuen Schuljahres 2014/2015 am 1. September.

Das Schuljahr in Russland unterscheidet etwas von unserem. In Moskau z.B. habe ich Bekannte die mir berichtet haben, dass dort Samstag, ähnlich wie in meiner Kindheit, Schultag ist.
In Jalta ist das nicht der Fall. Die Kinder gehen von Montag bis Freitag in die Schule.
Im Sommer gibt es große Sommerferien in ganz Russland. Die Ferien gehen vom 1. Juni bis zum 31. August, also 3 Monate.

Da ich zufällig am 1. September, dem Tag des Schulanfanges, in Jalta war, nutzte ich die Gelegenheit diesen Tag zu dokumentieren.
Der erste Schultag war ziemlich kurz. Es gab einen großen Fahnenappell mit einer offiziellen Begrüßung der Neulinge (Erstklässler, Neue Schüler und neue Lehrer), einer politischen Ansprache und der Vorstellung des Schuljahres. Ebenfalls wurden Geburtstagskinder offiziell beglückwünscht. Am Ende gab es die Nationalhymne unter auffälliger Anteilnahme der Eltern und die Erstklässler ließen Luftballons in den Farben Rot, Blau, Weiß aufsteigen.

Erstklässler lassen Luftballons in den Farben der russischen Nationalflagge aufsteigen.

Erstklässler lassen Luftballons in den Farben der russischen Nationalflagge aufsteigen.

Im Anschluss gab es noch eine Vorführung der Leistungsfähigkeit der neu angeschafften Feuerwehr vom Typ „Rosenbauer“, also dem Mercedes unter den Feuerwehren.

Danach ging es für knapp 30 Minuten in die Klassenräume. Hier konnte ich leider nicht reinschauen. Hatte aber natürlich großes Verständnis dafür.

Was mir, unter dem Eindruck der großen politischen Veränderung auf Krim, besonders auffiel und imponierte war die „Normalheit“ und die Ausgelassenheit der Eltern, Lehrer und Kinder. Ich hatte in keiner Sekunde den Eindruck, dass die Menschen mit der neuen Situation, also der Zugehörigkeit zu Russland, haderten. Ganz im Gegenteil. Ich sah wie sehr Vielen der Moment, in dem die Nationalhymne gespielt wurde, unter die Haut ging!

Dieser Eindruck hat mich geprägt.

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Ein Gedanke zu „Das Leben in Jalta (Yalta) Teil 2 – Einblick in eine Schule

  1. Auf einer privaten Webseite habe ich noch nie kommentiert. Ich hoffe, es ist die richtige Stelle.

    Hallo lieber Webmaster,
    seit sicherlich schon einer halben Stunde sitze ich hier und stöbere auf diesen Seiten. Ich freue mich, wie schön Sie Ihre Berichte arrangiert haben und über die lesenswerten Informationen aus erster Hand. Politisch möchte ich mich gar nicht äußern. Es freut mich einfach nur, dass es den Menschen auf der Krim gut geht und dass das jemand zeigt. Danke, dass Sie Ihre Erfahrungen teilen.

    Kristin S.

    Gefällt 1 Person

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